Stressfrei zur demopark
Messechef Dr. Bernd Scherer, Geschäftsführer des VDMA Landtechnik, nimmt Stellung zum neuen Verkehrskonzept für die demopark 2011.
Durch die Verlegung der Autobahn A4 verkürzt sich die Zufahrt deutlich. Von der neuen Ausfahrt Eisenach Ost geht es ohne weitere Ortsdurchfahrten direkt zum Ausstellungsgelände. | Grafik: VDMA
Dr. Bernd Scherer: „Mit dem neuen Autobahn-
anschluss und unserem Maßnahmepaket zur
Parksituation und Verkehrsleitung werden die
Besucher der demopark 2011 eine stressfreie
An- und Abfahrt haben.“
Die auf dem 30 Hektar großen Flughafenareal Eisenach im Zweijahresturnus stattfindende demopark + demogolf ist europaweit die größte Freilandausstellung für professionelle Grünpflege. Über 400 Aussteller werden vom 26. bis 28. Juni 2011 ihre neuesten Produkte live präsentieren. Zur letzten demopark 2009 kamen über 33.500 Fachbesucher, 19% mehr als bei der Veranstaltung davor. Die meisten BesucherInnen waren Tagesgäste und reisten mit dem eigenen Pkw an. Viele von ihnen würden gerne wieder kommen, wenn da nicht die zeitraubenden Staus bei der An- und Abfahrt gewesen wären. Das, so der Veranstalter, wird sich aber nicht wiederholen.
Herr Dr. Scherer, welche konkreten logistischen Maßnahmen hat der Veranstalter getroffen, um die Verkehrsprobleme zur demopark 2011 in den Griff zu bekommen?
Scherer: Wir haben die Organisation personell neu gestaltet und an einigen Schwerpunkten die Situation völlig verändert. Die wichtigste Maßnahme ist, dass der Flugplatz Eisenach-Kindel, auf dem die demopark stattfindet, dieses Mal für die gesamte Ausstellungsdauer geschlossen wird. Das bedeutet, dass wir auch die betonierten Landebahnen als Parkplatz nutzen können. Aufgrund der Witterungsbedingungen bei der letzten Veranstaltung konnten die durchnässten Rasenparkplätze nicht rasch genug befüllt werden. Die befestigten Stellflächen werden im kommenden Juni aber für eine zügige Belegung der Parkplätze sorgen.
Ist nicht auch ein neues Verkehrskonzept für die demopark erforderlich, zumal inzwischen die Autobahn verlegt worden ist?
Scherer: Die Autobahn A4 wurde komplett nach Norden hin neu verlegt und hat jetzt eine ganz andere Streckenführung. Dadurch können jetzt mehrere Abfahrten für die demopark genutzt werden. Die wichtigste Abfahrt Eisenach-Ost an der B84 ist nur noch drei Kilometer vom demopark-Gelände entfernt. Dadurch können die Besucher schneller an das Messegelände gelangen. Verbunden mit der schnelleren Befüllung der Parkplätze sollten die wesentlichen Probleme, die wir beim letzten Mal hatten, gelöst sein.
Wie wollen Sie verhindern, dass parkende Lkws wie in 2009 die freie Fahrt durch das Industriegelände in Kindel blockieren?
Scherer: Der Abbau wird erst am Tag nach der Messe stattfinden. Wir werden die Aussteller bitten, dass sie ihre Speditionen dahingehend informieren. An Messetagen ist keine Lkw-Zufahrt möglich, auch nicht abends. Wir haben für die Lkws ausreichend Parkplätze sichergestellt, so dass das Parken der Lkws außerhalb des fließenden Verkehrs ohne Probleme möglich ist und am Tag nach der Veranstaltung auch zügig wieder angefahren werden kann.
Werden Sie die Möglichkeit der kreisförmigen Ableitung mit einer zusätzlichen östlichen Abfahrt in Richtung Behringen nutzen?
Scherer: Durch den neuen Radweg in Richtung Behringen haben wir quasi jetzt die Möglichkeit eines Kreisverkehrs. Abends können die Pkws vom Parkplatz Ost über den Radweg zur B84 fahren und kommen nicht mehr mit den anderen Pkws vom Parkplatz West in Kontakt. So wird es insgesamt weniger Rückverkehr auf der Strecke geben, weil nicht mehr alle Pkws durch das Industriegebiet abfahren müssen. Bereits bei der Einfahrt wird der Verkehr ab dem letzten Kreisel vor dem Flughafen zweispurig geführt: Eine Spur führt zum
Parkplatz West und die andere zum Parkplatz Ost.
Wie lange wird man voraussichtlich von der neuen Autobahnausfahrt zur demopark fahren?
Scherer: Von der nächstgelegenen Abfahrt Eisenach-Ost bei Großenlupnitz aus haben wir nur noch eine Strecke von drei Kilometern zum Gelände. Ich gehe daher davon aus, dass man morgens zur Hauptanreisezeit relativ zügig vorankommen wird. Unser Ziel ist es, dass unsere Besucher möglichst innerhalb einer halben Stunde von der Autobahnausfahrt beim Messegelände sind.
Welchen Tipp können Sie den Besuchern noch geben?
Scherer: Am besten man nutzt zwei Tage für die demopark, denn sie ist als solche schon zu groß, um sie an nur einem Tag bewältigen zu können. Dann würde sich auch die Verkehrssituation entzerren: Man müsste nicht mehr jeweils zur Rushhour an- und abfahren!
> Dieser Artikel wurde in der bi-GaLaBau 1+2-2011 veröffentlicht.
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